Wenn eine E-Mail nicht zugestellt werden kann, sendet das System eine Nachricht an den Absender zurück, die den Grund für die Nichtzustellung angibt. Diese Informationen werden als Unzustellbarkeitsnachricht bezeichnet. Unzustellbarkeitsnachrichten sind nicht immer eindeutig oder leicht verständlich. Beispielsweise kann die Meldung lauten: „550 5.1.1 Das E-Mail-Konto, das Sie erreichen wollten, existiert nicht.“ Weitere Bezeichnungen für Unzustellbarkeitsnachrichten sind SMTP-Unzustellbarkeitsnachricht, SMTP-Fehler, Unzustellbarkeitscodes oder Fehlercodes.

Eine Unzustellbarkeitsbenachrichtigung (auch „Bounce“ genannt) ist eine automatische Nachricht, die von einem E-Mail-System an den Absender gesendet wird, um ihn über die fehlgeschlagene Zustellung einer vorherigen Nachricht oder ein anderes Zustellungsproblem zu informieren. In dieser Nachricht heißt es, die ursprüngliche Nachricht sei „zurückgewiesen“ worden. Eine Unzustellbarkeitsbenachrichtigung kann sofort oder erst Tage später eintreffen (dann muss das sendende System einen erneuten Zustellungsversuch unternommen haben, der jedoch fehlgeschlagen ist).

Eine Bounce-Nachricht wird auch als „Nichtzustellungsbenachrichtigung“ (NDN), „Zustellungsstatusbenachrichtigung“ (DSN), „Nichtzustellungsbestätigung“ (NDR) oder „Nichtzustellungsbericht“ bezeichnet.

Da SMTP seit über drei Jahrzehnten existiert, ist es offensichtlich eine ausgereifte Technologie. Die zunehmende Anzahl unerwünschter und regulärer E-Mails belastet die Architektur jedoch. E-Mail-Systeme verfügen daher über Reputationssysteme, die ihre Funktionsfähigkeit verbessern sollen. Diese Systeme sind mit dem tatsächlichen Absender der E-Mail verknüpft, da Empfängerserver E-Mails ablehnen, wenn im Protokoll ein nicht existierender Absender angegeben ist. Dies hat zur Entstehung zweier Arten von E-Mail-Bounces geführt: Soft Bounces und Hard Bounces.

Beide Arten von Bounces beeinträchtigen die IP-Reputation des Absenders, da E-Mail-Dienstleister (ESPs) die Gesamt-Bounce-Rate priorisieren, um zu entscheiden, ob eine E-Mail im Posteingang des Nutzers landet oder nicht. Die Gesamt-Bounce-Rate lässt sich durch Addition der Soft-Bounce-Rate und der Hard-Bounce-Rate schätzen.

Harte Sprünge

Wenn der Mailserver des Absenders feststellt, dass der Empfänger mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht erreichbar ist, wird ein Hard Bounce ausgelöst. Ein Hard Bounce kann auftreten, wenn der Server des Empfängers keine E-Mails mehr annimmt oder seine Domain bzw. sein Identifikator fehlerhaft ist, beispielsweise aufgrund eines Tippfehlers in der Domain oder E-Mail-Adresse. In diesem Fall müssen die betroffenen E-Mail-Adressen unbedingt gelöscht werden. Hard Bounces sind dauerhaft und können die IP-Adresse des Absenders schädigen.

Weiche Bounces

Ein Soft Bounce tritt auf, wenn ein E-Mail-Empfänger die maximale Größe seines Posteingangs erreicht hat oder kein Speicherplatz mehr für neue E-Mails vorhanden ist. Ein Soft Bounce kann auch auftreten, wenn der Empfänger bestimmte Absender als Spam sperrt oder auf eine Blacklist setzt. Ebenso können ein vorübergehender Fehler des E-Mail-Servers oder eine kurzzeitige Sperrung des E-Mail-Kontos zu einem Soft Bounce führen. Wird eine Nachricht aufgrund eines Soft Bounces nicht zugestellt, kann die Zustellung zu einem späteren Zeitpunkt erneut versucht werden. Soft Bounces sind daher nicht endgültig.